Marktgemeinde Asten

Marktplatz 2

4481  Asten

Asten, 06. Juli 2012

250-2012-Pö

Bearbeiter: PÖSCHKO Markus

 

Gemäß den Bestimmungen des Oö. Kinderbetreuungsgesetzes, LGBl. Nr. 39/2007 in der Fassung der Novelle 2010, LGBl.Nr. 59/2010 in Verbindung mit der Elternbeitragsordnung 2011, LGBl. Nr. 102/2010 hat der Gemeinderat der Marktgemeinde Asten in seiner Sitzung am 05. Juli  2012 nachstehende Hortordnung (Stammfassung Beschluss vom 16.12.2010) beschlossen:

 

 

H o r t o r d n u n g

 

 

 

I.       Betrieb eines Hortes

 

Die Marktgemeinde Asten betreibt einen Hort nach den Bestimmungen des Oö. Kinderbetreuungsgesetzes 2007, LGBl.Nr. 39/2007 in der Fassung der Novelle 2010, LGBl.Nr. 59/2010, mit dem Sitz in 4481 Asten, Schulstr.7.

 

II.      Arbeitsjahr und Ferien

 

1.     Das Arbeitsjahr des Hortes beginnt am ersten Montag im September und dauert bis zum Beginn des nächsten Arbeitsjahres.

 

2.     Die Hauptferien beginnen im Monat August für die Dauer von 5 Wochen, zurückgerechnet vom 1. Montag im September.

 

3.     Allerseelen, sowie die Weihnachts-, Oster- und Pfingstferien richten sich nach den Ferien in der Volksschule Asten. Osterdienstag und Pfingstdienstag ist der Hort geöffnet.

 

4.     An zwei von der Volksschule Asten frei gegebenen schulautonomen Tagen ist der Hort geschlossen.

 

 

III. Öffnungszeiten

 

1.    Die Öffnungszeit des Hortes ist von

       Montag – Freitag von 10.45 Uhr bis 18.00 Uhr

 

2.    An schulfreien Tagen ist der Hort von

       Montag – Freitag von 7.45 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

 

3.    Der Hort wird mit Mittagsbetrieb geführt.

 

 

 

IV. Aufnahme in den Hort

 

1.     Der Hort ist nach Maßgabe der Bestimmungen des Oö. Kinderbetreuungsgesetzes 2007 idgF. für Kinder im schulpflichtigen Alter allgemein zugänglich.

 

2.     Der Besuch des Hortes ist freiwillig und erfolgt gegen eine angemessene Kostenbeteiligung der Eltern (Elternbeitrag entsprechend der Tarifordnung des Rechtsträgers).

 

3.     Für die Aufnahme in den Hort ist eine Anmeldung des Kindes durch die Eltern erforderlich. Die Anmeldung hat persönlich oder schriftlich bei der Hortleitung zu erfolgen.

 

4.     Der Erhalter entscheidet bis zum 31. Mai über die Aufnahme in den Hort und teilt diese den Eltern schriftlich mit. Ausschlaggebend für die Aufnahme in den Hort sind folgende Punkte:

 

  • Kinder, welche die Volksschule Asten besuchen.

 

  • Kinder, welche eine auswärtige Schulform besuchen, die in Asten nicht angeboten wird (z.B. allg. Sonderschule).

 

  • Kinder von allein erziehenden, berufstätigen Erziehungsberechtigten.

 

  • Kinder, deren beide Elternteile berufstätig sind.

 

  • Kinder mit nicht deutscher Muttersprache, deren beide Elternteile die deutsche Sprache kaum bis gar nicht beherrschen.

 

Aufgrund der hohen Nachfrage an Betreuungsplätzen im Hort wird zu Beginn des Hortjahres der tatsächliche Betreuungsbedarf aufgrund einer aktuellen Arbeits- und Dienstzeitenbestätigung ermittelt. Diese Maßnahme soll sicher stellen, dass primär jene Kinder, die einen nachweislichen Betreuungsbedarf haben auch einen Platz bekommen.

Diese Bestätigungen sind jeweils im September sowie im Februar vorzulegen. Sollte eine Anmeldung für  den Hortbesuch während des laufenden Jahres erfolgen ist eine aktuelle Arbeits- und Dienstzeitenbestätigung bei der Anmeldung vorzulegen. Sollten während des lfd. Hortjahres Änderungen eintreten, ist die Hortleitung umgehend zu informieren.

 

Berufsbildende Kurse, die während der Kinderbetreuungszeit stattfinden bzw. ein Studium, sind der Berufstätigkeit gleich gestellt.

 

5.     Aufnahmen während des laufenden Arbeitsjahres sind nur nach Maßgabe freier Plätze möglich.

 

6.     Die Aufnahme eines gemeindefremden Kindes darf von der Zustimmung zur Leistung eines Gastbeitrages durch die Hauptwohnsitzgemeinde des Kindes abhängig gemacht werden.

 

 

 

 

 

V. Abmeldung

 

Die Abmeldung eines Kindes vom Besuch des Hortes ist nur zum Ersten eines jeden Monats unter Einhaltung einer zweiwöchigen Abmeldefrist möglich und hat bei  der Hortleitung zu erfolgen.

 

 

 

 

VI. Widerruf der Aufnahme

 

Die Aufnahme eines Kindes darf nur widerrufen werden, wenn

a)    die Eltern eine ihnen obliegende Verpflichtung trotz vorheriger schriftlicher Mahnung nicht erfüllen.

b)    nachweislich eine andere Form der Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege den Bedürfnissen des Kindes besser gerecht wird.

c)    durch das Verhalten des Kindes die Gruppe wesentlich und nachhaltig beeinträchtigt wird.

 

 

VII. Zusammenarbeit mit den Eltern

 

1.     Die pädagogischen Fachkräfte stellen im Hinblick auf die pädagogischen Aufgaben des Hortes einen regelmäßigen Austausch mit den Eltern sicher.

 

2.     Die Eltern haben das Recht, bei der Festlegung der Öffnungszeiten, der Ferienzeiten und in sonstigen organisatorischen Fragen ihre Vorstellungen einzubringen. Zu diesem Zweck lädt der Erhalter spätestens unmittelbar nach Beginn eines Arbeitsjahres zu einer Elternversammlung ein.

 

3.     Die Eltern haben das Recht, bei einem Antrag von mindestens einem Viertel der Eltern einer Gruppe die Einberufung einer Elternversammlung binnen 14 Tagen zu beantragen.

 

4.     Die Wahl einer Elternvertreterin oder eines Elternvertreters oder die Gründung eines Elternvereins zur Wahrnehmung der Anliegen der Eltern gegenüber dem Rechtsträger ist zulässig und anzustreben.

 

 

VIII. Aufgabe und Ziele des Schülerhortes

 

1.     Aufgabe des Hortes ist es, die Erziehung der Kinder durch die Familie und durch die Schule zu unterstützen und zu ergänzen. Dabei sind die Anlagen der Kinder nach grundlegenden sittlichen, religiösen und sozialen Werten ihrer Entwicklung entsprechend zu entfalten. Der Schülerhort hat den Kindern die Möglichkeit zur Förderung und Hilfe zur Erfüllung ihrer, insbesondere der mit dem Schulbesuch verbundenen Pflichten sowie Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung zu bieten. Die Aufgabe des Schülerhortes ist auch durch die erzieherische Wirkung, welche die Gemeinschaft Gleichaltriger bietet, zu erfüllen. Aufgabe des Schülerhortes ist es nicht, Einzelnachhilfeunterricht durchzuführen.

 

2.     Der Schülerhort wird derzeit als 6-gruppige Betreuungseinrichtung geführt. Die Höchstzahl je Regelgruppe beträgt 23 Kinder. In der I-Gruppe im Hort mit einem Kind mit Beeinträchtigung beträgt die Höchstzahl 20 Kinder und  in einer I-Gruppe mit zwei bis vier Kindern, 15 Kinder.

 

3.     Ziele: Grundlage unserer Arbeit im Schülerhort ist das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und die Unterstützung der Eltern in ihrer Erziehungsarbeit. In Zusammenarbeit mit Schule und Eltern fördern wir sowohl die schulische als auch die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes. Die vertrauensvolle Atmosphäre in unserem Schülerhort trägt zur positiven Entwicklung unserer Kinder bei.

 

 

IX. Pflichten der Eltern

 

1.     Die Eltern haben mit dem Rechtsträger und den pädagogischen Fachkräften zusammen zu arbeiten.

 

2.     Die Eltern haben dafür zu sorgen, dass die Kinder den Hort körperlich gepflegt sowie ausreichend und zweckmäßig gekleidet besuchen und dass die vereinbarten Besuchszeiten eingehalten werden.

 

3.     Die Kinder sollen an schulfreien Tagen nicht vor  7.45 Uhr, sonst aber unmittelbar nach Unterrichtsschluss in den Hort kommen.

 

4.     Die Eltern haben die Hortleitung von erkannten Infektionskrankheiten des Kindes unverzüglich zu verständigen. Gegebenenfalls ist das Kind so lange vom Besuch des Hortes fernzuhalten, bis die Gefahr einer Ansteckung anderer Kinder und des Hortpersonals nicht mehr besteht. Bevor das Kind den Hort wieder besucht, ist eine ärztliche Bestätigung darüber vorzulegen, dass eine Ansteckungsgefahr nicht mehr gegeben ist. Im Hort können den Kindern grundsätzlich keine Medikamente verabreicht werden.

 

5.     Die Eltern haben dafür zu sorgen, dass das Kind den Hort regelmäßig besucht. Ist ein Kind verhindert, den Hort zu besuchen, so haben die Eltern die Hortleitung unter Angabe des Grundes davon zu benachrichtigen.

 

6.     Die Eltern erklären hiermit, dass ihr Kind insgesamt mindestens fünf Wochen pro Arbeitsjahr, davon mindestens zwei Wochen durchgehend, Ferien außerhalb des Hortes verbringt.

 

7.     Den Eltern obliegt die Aufsicht über ihr Kind außerhalb der Besuchszeit des Hortes. Dem Personal des Hortes obliegt die Pflicht zur Beaufsichtigung der Kinder während des Besuchs des Hortes. Die Aufsichtspflicht im Hort beginnt mit dem Einlass der Kinder in den Hort und endet mit dem Verlassen des Hortes. Außerhalb des Hortes besteht die Aufsichtspflicht nur während der Teilnahme an Veranstaltungen im Rahmen des Hortbesuches, wie z.B. Spaziergänge und Ausflüge. Bei gemeinsamen Festen und Feiern mit den Eltern und Kindern liegt die Aufsichtspflicht bei den Eltern sowohl während als auch  außerhalb der Hortöffnungszeiten.

 

8.     Der Rechtsträger hat weiters sicherzustellen, dass den Kindern während des Besuchs des Hortes ärztliche Hilfe geleistet werden kann.

 

 

X. Elternbeitrag

 

1.    Die Marktgemeinde Asten hebt zur Deckung der Kosten der Erhaltung des öffentlichen Hortes sowie der allenfalls verabreichten Verpflegung von den Eltern bzw. den Erziehungsberechtigten einen angemessenen, jedoch insgesamt höchstens kostendeckenden Beitrag (Elternbeitrag) ein. Beiträge des Landes werden bei der Kostenabrechnung berücksichtigt.

2.    Der Elternbeitrag wird von der Marktgemeinde Asten tarifgemäß in der Hortge-      bührenordnung festgesetzt.

 

3.    Der Elternbeitrag ist privatrechtlicher Natur.

 

4.    Der Elternbeitrag wird monatlich von der Marktgemeinde Asten vorgeschrieben und ist bis zum 15. des Folgemonats fällig.

 

Diese Verordnung tritt mit 03. September 2012 in Kraft.

 

 

 

 Der Bürgermeister:

 

  Karl Kollingbaum